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Unsere
Mission

Hitzewellen, Fluten, Waldbrände - Extremwetterereignisse werden immer heftiger und häufiger. Das ist kein Zufall, sondern die Folge unzureichender Klimapolitik. 

Unsere Devise:
Klagen statt verzagen.

Klimaschutz darf kein leeres Versprechen bleiben. Der Staat hat Pflichten - wir haben Rechte. Wenn diese verletzt werden, gehen wir vor Gericht. Denn Rechte sind mehr als leere Worte – sie schaffen Realität. Wir fordern sie ein und verschieben die Grenzen des Möglichen.

Wogegen
wir kämpfen:
Klimazerstörung
und Ungleichheit

Wofür wir
kämpfen:
für ein besseres
Morgen

Wo wir kämpfen:
vor Gericht

Womit wir
kämpfen:
Klimaklagen*

*und radikaler Zuversicht und viel Kaffee

Was CLAW macht?

Wir nutzen strategische Klimaklagen, um Verantwortliche an ihre Pflicht zum Handeln zu erinnern. Wir setzen Recht als Werkzeug ein:

  1. Um unsere Lebensgrundlage zu schützen.
  2. Um dem klimapolitischen Stillstand ein Ende zu setzen.
  3. Damit das klimafreundlichste Verhalten das intuitivste, einfachste und günstigste wird.
  4. Um gegen den fossilen Status Quo vorzugehen, welcher Grundrechte verletzt und uns allen schadet.

Mit Recht für ein besseres Morgen.

Die Kraft von Klimaklagen


Historische internationale Klimaklagen

KlimaSeniorinnen v. Schweiz

Am 9. April 2024 entschied der EGMR zugunsten der KlimaSeniorinnen und erkannte Klimaschutz als ein Menschenrecht an. Dieses historische Urteil verpflichtet die Schweiz, ihre Klimaschutzmaßnahmen zu verstärken, um die Rechte ihrer Bürger:innen zu schützen und ebnet den Weg für weitere Klagen. Eine dieser Klagen ist unsere Klimaklage ‘Müllner v. Austria’.

KlimaSeniorinnen v. Schweiz

Urgenda v. Niederlande

Am 20. Dezember 2019 bestätigte der Oberste Gerichtshof der Niederlande das wegweisende Urgenda-Urteil und machte Klimaschutz zur staatlichen Pflicht. In Folge erhöhte die niederländische Regierung ihr Ziel auf 25 % CO₂-Reduktion bis 2020 und setzte dafür konkrete Maßnahmen um: (1) Stilllegung von Kohlekraftwerken; (2) Tempolimit auf Autobahnen; (3) neue Förderprogramme für erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Urgenda v. Niederlande

Neubauer et al. v. Deutschland

2021 erklärte das deutsche Bundesverfassungsgericht Teile des Klimaschutzgesetzes für verfassungswidrig, da es Freiheitsrechte künftiger Generationen verletzte. Deutschland verschärfte daraufhin das Ziel auf -65 % CO₂ bis 2030. Nach der Aufweichung des Klimaschutzgesetzes 2024 klagen NGOs erneut („Zukunftsklage“) für wirksamen, generationengerechten Klimaschutz.

Neubauer et al. v. Deutschland

Wir sind dabei

Jeder Beitrag zählt –
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„Es wird heißer, überall. Wir kämpfen also überall: auf den Straßen und zunehmend vor Gericht. Dafür brauchen wir Organisationen wie CLAW - heute, mehr denn je!“

Luisa Neubauer ist eine deutsche Klimaaktivistin, Klimaklägerin, Autorin und Podcasterin.

Luisa Neubauer

Wir brauchen klare Gesetze und klare Klimaziele! Jetzt! Ein neues System für die Zukunft unserer Kinder. Wir brauchen endlich Klimagerechtigkeit! We’re running out of time.

Danke CLAW, dass ihr für eine lebenswerte Zukunft für zukünftige Generationen, für alle Menschen kämpft. Dass ihr durch Recht Realität schafft.

Lilian Klebow ist Schauspielerin, Moderatorin und sie engagiert sich konsequent für mehr Klimaschutz.

Lilian Klebow

Wenn Politik und Wirtschaft versagen, bleibt der Rechtsweg eine der letzten Chancen. CLAW ist dabei eine der Pionierinnen und Hoffnungsträgerinnen für eine gute Zukunft.“

Valerie Huber ist Schauspielerin, Aktivistin, Autorin und UNICEF-Ehrenbeauftragte.

Valerie Huber

Aktuelles

 

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Klimaklagen, persönliche Insights in Gerichtssäle
und unsere unermüdliche Arbeit für Klimagerechtigkeit.

Gestalte mit uns die Zukunft, mit Recht und
radikaler Zuversicht!

Das Team

Mag.<sup>a</sup> Michaela Krömer LL.M.

Mag.a Michaela Krömer LL.M.

Rechtsanwältin für Klima-, Umwelt- und Verfassungsrecht
Obfrau und Gründerin


"Österreichs prominenteste Klimaanwältin“ Falter, 2021

Grundrechtspreis der Liga für Menschenrechte, 2021

Mag. Florian Graber LL.M.

Mag. Florian Graber LL.M.

Klima- & Umweltjurist


Mehrjährige Erfahrung im Umwelt- und Klimarecht

Rechtsanwaltsprüfung

LL.M in Global Environment and Climate Change Law

Mag. (FH) Simon Schupp

Mag. (FH) Simon Schupp

Business & Partner Management


Unternehmer mit Spezialisierung auf Company Building & Business Development

Ex-Konzernmanager & Experte für neue Mobilität

BSc Klara König

BSc Klara König

Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit


Bachelor in Psychologie

ehem. Pressesprecherin von Fridays For Future Austria

Erfahrung in Pressearbeit, strategischer Kommunikation und Kampagnenarbeit

MSc Adrian Hiss

MSc Adrian Hiss

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

 

Master in Neurobiologie

Mitinitiator von klimadashboard.at

Erfahrung mit wissenschaftlichen Arbeiten und klimarelevanten Kennzahlen

Laila Kriechbaum

Laila Kriechbaum

Campaigner und Koordination "CLAW bewegt"


laufender Bachelor im Umwelt- und Bioressourcenmanagement

Pressesprecherin von Fridays For Future Austria

Erfahrung in Movement building und Kampagnenplanung 

BA Lea Seidinger

BA Lea Seidinger

Social Media Managerin


Bachelor in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
laufender Bachelor in Umwelt- und Bioressourcenmanagement

Unser Beirat

Dr. iur. Miriam Saage-Maaß

Dr. iur. Miriam Saage-Maaß

Juristin & Legal Director (ECCHR)


Miriam Saage-Maaß ist Juristin und Legal Director beim ECCHR. Sie leitet den Bereich Wirtschaft und Menschenrechte, arbeitet zu Unternehmensverantwortung bei Menschenrechts-
verletzungen und war an Verfahren wegen Arbeits-
ausbeutung und Waffen-
exporten beteiligt. Zudem ist sie Beiratsmitglied mehrerer Menschenrechtsinstitutionen.

Femke Bartels, MPA, MSc.

Femke Bartels, MPA, MSc.

Global Managing Director & Partner, THNK School of Creative Leadership

Femke Bartels ist eine niederländische Führungspersönlichkeit im Bereich Nachhaltigkeit. Nach leitenden Positionen bei Greenpeace war sie von 2016 bis 2023 Managing Director von THNK. Sie ist Mitbegründer der Unternehmensberatung Catalytic, die nachhaltige Organisationen strategisch berät. Sie verbindet strategische Vision mit langjähriger Erfahrung in globaler Führung und sozialem Wandel.

Gernot Wagner, Ph.D.

Gernot Wagner, Ph.D.

Klimaökonom & Senior Lecturer, Columbia Business School


Gernot Wagner ist ein austro-amerikanischer Ökonom und Autor. Seit 2022 unterrichtet und forscht er an der Columbia Business School, davor an der New York University und der Harvard University. Er ist Co-Autor mit Martin L. Weitzman von Klimaschock, Wissenschaftsbuch des Jahres 2017.

Lotte Leicht, LL.M.

Lotte Leicht, LL.M.

Advocacy Director, Climate Rights International


Lotte Leicht ist eine dänische Juristin, die sich auf internationale Menschenrechte und humanitäres Recht, internationales Strafrecht, Justiz bei schweren internationalen Verbrechen und internationale Anwaltschaft spezialisiert hat. Leicht war von 1994 bis 2021 Direktorin von Human Rights Watch für die Europäische Union.

Sébastien Jodoin, Ph.D.

Sébastien Jodoin, Ph.D.

Ass. Prof. & Canada Research Chair in Human Rights, Health, and Environment
McGill University


Sébastien Jodoin ist Gründungsdirektor des Disability-Inclusive Climate Action Research Programme. Seine Arbeit auf dem Gebiet des Klimawandels wurde vom zwischen-
staatlichen Ausschuss für Klimawandel und dem Büro des Hochkommissars für Menschenrechte zitiert.

Sony Kapoor, MBA, MSc, B.Tech.

Sony Kapoor, MBA, MSc, B.Tech.

Professor, Europäisches Hochschulinstitut
CEO, Nordic Institute for Finance, Technology and Sustainability


Sony Kapoor ist ein einflussreicher Makroökonom, Finanzexperte, Entwicklungsspezialist und Nachhaltigkeits-
berater mit einer langen Erfolgsbilanz bei der Bewältigung politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen. 

Dr. Philipp Blom

Dr. Philipp Blom

Schriftsteller und Historiker


Philipp Blom studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik in Wien und Oxford. Er schreibt regelmäßig für europäische und amerikanische Zeitschriften und Zeitungen. Er ist Host seines Podcasts Blomcast. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter ein Stipendium am Getty Research Institute in Los Angeles, den Premis Internacionals Terenci Moix und den Deutschen Sachbuchpreis.

CLAW
FAQs

Was sind Klimaklagen?
1

Klimaklagen sind juristische Verfahren, die mit dem Ziel geführt werden, stärkeren Klimaschutz durchzusetzen. Sie richten sich gegen Staaten, Unternehmen oder Institutionen und können Klimaziele anheben, umweltschädliche Projekte stoppen oder Greenwashing aufdecken. Ihr gemeinsamer Kern: der Einsatz von Recht, um die Klimakrise zu bekämpfen.

Warum Klimaklagen?
2

Klimaklagen sind gerade jetzt wichtiger denn je, weil sie in einer Zeit politischer Instabilität und wachsender Demokratiekrisen ein klares Instrument für Gerechtigkeit darstellen. Sie sind ein Bollwerk gegen die Erosion der Demokratie und ein direktes Mittel, um die Klimakrise anzugehen, unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Interessen.

Klimaklagen entfalten nachweislich politische, wirtschaftliche und rechtliche Wirkung. Der IPCC-Bericht von 2022 zeigt, dass sie Staaten dazu bewegen können, ambitioniertere Klimaziele zu setzen und wirksamere Maßnahmen zu ergreifen. Laut Grantham Research Institute üben Klimaklagen auch auf Unternehmen Druck aus: Verfahren gegen Konzerne wie Shell oder BP führten zu Kursverlusten und größerer Zurückhaltung bei Greenwashing.

Selbst Klagen, die vor Gericht scheitern, können viel bewirken. Sie schaffen Aufmerksamkeit, stärken das öffentliche Bewusstsein für die Klimakrise und setzen neue rechtliche und gesellschaftliche Impulse. Die Urteile in den Fällen Urgenda in den Niederlanden, Neubauer et al. in Deutschland und der Klimaseniorinnen in der Schweiz zeigen, wie Gerichte Staaten zu konkretem Klimaschutz verpflichten können.

Warum CLAW?
3

Wir nutzen strategische Klimaklagen, um Versprechen Wirklichkeit werden zu lassen und Klimaschutz verbindlich statt freiwillig zu machen. In einer Zeit politischer Unsicherheit schaffen wir mit dem Recht, was vielen Debatten fehlt: Klarheit, Verlässlichkeit und echte Wirkung.

Unsere Verfahren geben Betroffenen der Klimakrise die Möglichkeit, sich zu wehren und gehört zu werden. Sie machen den Schutz von Mensch und Umwelt einklagbar

Wir stehen für wirksamen Klimaschutz mit System. Wir identifizieren konkrete Missstände, entwickeln umsetzbare Lösungen und setzen sie juristisch durch. So existiert Klimaschutz nicht nur am Papier, sondern wird Schritt für Schritt erreicht.

Wie wird CLAW finanziert?
4

CLAW existiert, weil viele Menschen überzeugt sind, dass Klimaschutz vor Gericht erkämpft werden kann. Unsere Arbeit wird durch Spenden von Privatpersonen und Organisationen finanziert, die uns den Rücken stärken. Damit wir unabhängig und schlagkräftig bleiben, bauen wir unsere finanzielle Basis bewusst breit auf.

Denn Klimaklagen sind ein Marathon und den können wir nur gemeinsam gewinnen.

Hier gibt es mehr Details zu unseren Unterstützer:innen.

Was sind die größten Herausforderungen von Klimaklagen?
5

Klimaklagen sind kein einfacher Weg, aber sie wirken. Jede Herausforderung zeigt, wo es einen Kraftakt benötigt, damit Klimaklagen möglich werden und Klimaschutz endlich verbindlich wird.

1. Hohe Kosten, aber gemeinsam tragen wir sie

  • Klimaklagen sind aufwendig - juristisch, zeitlich und finanziell. Die Verfahren ziehen sich oft über Jahre und erfordern erhebliche Ressourcen. Damit Gerechtigkeit kein Luxus bleibt, bauen wir auf Fördermitgliedschaften, Fördergeber:innen und internationale Zusammenarbeit. So sichern wir den Zugang zu Gerichten, auch für die, die ihn allein nicht hätten.

    Unterstütze unsere Arbeit: Jede Spende stärkt Klimaschutz durch Recht.

2. Schwieriger Nachweis, aber unsere Klage geht einen Schritt weiter

  • Gerichte verlangen konkrete Belege, dass Kläger:innen persönlich und unmittelbar von Klimafolgen betroffen sind, eine der größten juristischen Hürden, an der viele frühere Verfahren gescheitert sind.
  • Mit unserer Klimaklage 'Müllner v. Austria' wollen wir genau diese Lücke schließen. Wir verbinden aktuelle Klimaforschung und präzise Gutachten, um zu zeigen, wie staatliches Nichthandeln Menschenrechte verletzt - heute schon, nicht in der Zukunft.

3. Neue Forschung schafft Beweise, doch die Zurechnung bleibt komplex

  • Klimaklagen stehen vor der Herausforderung, konkrete Verantwortung für globale Schäden nachzuweisen. Ursache und Wirkung sind vielschichtig und der Beweis hängt stets vom aktuellen Stand der Forschung ab.
  • Neue Studien machen diese Zusammenhänge jedoch greifbarer: Sie zeigen, welche Emissionen einzelner Unternehmen zu bestimmten Extremereignissen beitragen. So belegt z.B. eine aktuelle Analyse, dass Emissionen großer Ölkonzerne direkt mit tödlichen Hitzewellen verbunden sind.
  • Damit wird juristische Zurechnung möglich, bleibt aber anspruchsvoll und verlangt immer den Blick auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.


Fazit: Jede Klage stärkt die Grundlage für künftige Verfahren und bringt das Recht Schritt für Schritt in Einklang mit der Realität der Klimakrise. Gemeinsam schaffen wir ein Rechtssystem, das schützt, was zählt.